Finanzielle Förderung

Neben der Ausbildungsvergütung kannst du vom Staat auch zusätzlich finanziell unterstützt werden. Es gibt folgende staatliche Programme zur finanziellen Förderung:

Das BAföG

Auszubildende haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Neben dem Studium kann hier auch der Besuch von weiterführenden allgemeinbildenden Schulen, Berufsfachschulen, Fachschul-, Fachoberschul- und Berufsfachschulklassen, Berufsaufbauschulen, Abendhauptschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs sowie höheren Fachschulen und Akademien finanziell gefördert werden. Betriebliche oder überbetriebliche Ausbildungen - so genannte Ausbildungen im dualen System - werden allerdings nicht gefördert. Schüler der oben genannten Schulen erhalten eine Förderung nach dem BAFöG - anders als das zinslose Darlehen von Studenten - als nicht zurückzuzahlenden Zuschuss. Weitere Informationen über das BAFöG und Tipps zur Antragstellung gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung. [LINK]

Weitere Informationen:
Ansprechpartner zur Ausbildungsförderung in der Kreisverwaltung finden Sie hier.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Diese Förderung erhalten Auszubildende, die entweder eine duale Berufsausbildung oder eine Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung in einem anerkannten Beruf absolvieren. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Auszubildende nicht mehr bei den Eltern wohnt, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit vom Elternhaus entfernt ist. Als Faustregel gilt hier etwa eine Stunde Fahrzeit pro Weg. Eine Ausnahme wird dabei für Auszubildende gemacht, die über 18 Jahre alt sind oder verheiratet oder Vater oder Mutter eines oder mehrerer Kinder sind. Hier wird die Beihilfe zur Berufsausbildung (BAB) auch dann gezahlt, wenn das Elternhaus in "erreichbarer Nähe ist". Die BAB wird über die gesamte Dauer der Ausbildung gezahlt. [LINK]

Bildungskredit

Einen Bildungskredit erhalten Schüler, die bereits über einen berufsqualifizierenden Abschluss verfügen oder diesen mit dem Abschluss ihrer gegenwärtigen schulischen Ausbildung erlangen werden und die sich im vorletzten oder letzten Jahr dieser Ausbildung befinden. Voraussetzung für die Gewährung des Kredits ist die Volljährigkeit des Antragstellers. Eigenes Einkommen oder Vermögen oder das der Eltern wird dabei nicht angerechnet.

Weitere Informationen: Bundesverwaltungsamt, Hotline-Bildungskredit: 022899/358 - 492, E-Mail: bildungskredit(at)bva.bund.de, Web: www.bva.bund.de

Begabtenförderung

Die Unterstützung von der Begabtenförderung, berufliche Ausbildung, erhalten Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die jünger als 25 Jahre alt sind und ihren Abschluss besser als "gut" absolviert haben. Über drei Jahre hinweg werden finanzielle Hilfen von bis zu 1.700 Euro im Jahr für die fachbezogene berufliche, berufsübergreifende aber auch einer "allgemeinen, der Persönlichkeitsbildung dienenden" Weiterbildung gezahlt. Der Empfänger der Begabtenförderung muss sich dabei selbst mit 20 Prozent an den Kosten der Weiterbildung beteiligen. Die Obergrenze liegt hier bei 180 Euro im Jahr. Träger der Begabtenförderung ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. [LINK]


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