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16. September 2020

Zehdenicker Lehrstellenbörse dieses Jahr Digital

Marc Siewert und Wenke Tillich haben sich wie ihre Mitschüler mit Hilfe ihrer Lehrerin Anne Schöntag und ihres Lehrers Janko Krogmann gut auf die digitale Lehrstellenbörse „Zukunft REGiOnal“ vorbereitet.

Fotos: Martina Burghardt 

Schulabgänger und Ausbilder zusammenzubringen, ist nach wie vor die Idee der jährlichen Lehrstellenbörse. 16-mal fand sie erfolgreich in Zehdenick statt.

Am Donnerstag, dem 17. September, werden knapp 50 Schülerinnen und Schüler fast aller weiterführenden Schulen aus dem Norden Oberhavels mit Ausbildungsexperten aus 22 Unternehmen und Einrichtungen Kontakt aufnehmen, und zwar per Videokonferenz.

Sehr gut vorbereitet sind beispielsweise die Zehntklässler der Werner-von-Siemens-Oberschule Gransee, unterstützt von ihren Lehrern Anne Schöntag und Janko Krogmann.

So viel ist anders in diesem Jahr, und das betrifft auch diese Veranstaltung. Bereits im Frühjahr hatte die REGiO-Nord mbH als Veranstalter entschieden, wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie die 17. Lehrstellenbörse digital auszurichten. Sowohl für die Schulen als auch für die Ausbilder stellte dies eine besondere Herausforderung. Nicht jeder hat sie angenommen.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Fehlende Kapazitäten und Technik, die mehr oder weniger ausgeprägte Affinität zum Digitalen hielt die meisten davon ab, auf virtuellem Weg in Kontakt zu treten. Der Wunsch nach dem persönlichen Gespräch zwischen Ausbildungsplatz-Anbieter und Bewerber ist größer. Deshalb sind bei der virtuellen Lehrstellenbörse deutlich weniger Ausbilder und künftige Schulabgänger vertreten als sonst.

In den weiterführenden Schulen im Norden Oberhavels wird der Berufsorientierung allergrößte Aufmerksamkeit geschenkt, sowohl im Unterricht als auch in der praktischen Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler kennen also bereits die vielfältigen Möglichkeiten für eine Berufsausbildung in verschiedenen Branchen, und zwar hauptsächlich in ihrer Heimatregion. „Einen Wunschberuf erlernen, ohne die gewohnte Umgebung ganz verlassen zu müssen, ist nicht nur im Interesse der Jugendlichen“, so Olaf Bechert, Geschäftsführer der REGiO-Nord. „Die Betriebe und Einrichtungen brauchen das Potenzial, um ihren Bedarf an Fachkräften auch in Zukunft decken zu können.“

Die virtuelle Lehrstellenbörse der REGiO Nord bringt deshalb mehr mit als Erfahrungen im Umgang mit Bewerbungen im digitalen Zeitalter. Die dafür geschaffene Plattform wird als Datenbank weiterbestehen. Ausbildungsplätze können auch künftig dort eingestellt und aktualisiert werden, damit sich die Schüler direkt ein Bild über eine mögliche berufliche Zukunft in ihrer Heimat ein Bild machen können.

Über den Link der REGiO-Nord-Seite gelangt man zur virtuellen Lehrstellenbörse: https://www.regio-nord.com/ausbildung/virtuelle-lehrstellenboerse


Text und Fotos: Martina Burghardt (REGiO Nord mbH)

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